GMX Kalender mit Google oder Outlook synchronisieren
Millionen Menschen in Deutschland nutzen GMX privat — und im Job läuft der Kalender über Google Workspace oder Microsoft 365. Das Ergebnis kennst du: Der Zahnarzttermin steht im GMX-Kalender, das Team bucht dir genau in diesen Slot ein Meeting, weil dein Arbeitskalender frei aussieht.
GMX bietet von Haus aus keinen direkten Sync zu Google oder Outlook. Es gibt aber einen sauberen Weg, beide Welten zu verbinden — per CalDAV. In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie das funktioniert, wo die größte Stolperfalle liegt und wie du dabei die Kontrolle über deine Termindetails behältst.
Was GMX nativ kann — und was nicht
Erst die ehrliche Bestandsaufnahme. Der GMX-Kalender spricht CalDAV, einen offenen Standard. Damit kannst du ihn ohne Zusatztools in Programme einbinden, die CalDAV unterstützen:
- Apple Kalender (Mac, iPhone, iPad): GMX als CalDAV-Account hinzufügen — der GMX-Kalender erscheint neben deinen anderen Kalendern.
- Thunderbird: Über die Kalenderfunktion lässt sich der GMX-Kalender per CalDAV abonnieren und bearbeiten.
Wenn du nur deinen GMX-Kalender auf dem iPhone oder im Thunderbird sehen willst, reicht das völlig — dafür brauchst du kein weiteres Tool.
Der Haken: Google Kalender und Outlook unterstützen kein CalDAV-Abo von GMX. Einen direkten Zwei-Wege-Sync zwischen GMX und Google oder GMX und Outlook gibt es nativ nicht — dafür brauchst du einen Drittanbieter. Genau da setzt Kalender Sync an: Es verbindet sich per CalDAV mit deinem GMX-Kalender und synchronisiert ihn beidseitig mit Google, Outlook und weiteren Kalendern — DSGVO-konform und gehostet bei Hetzner in Nürnberg.
Schritt 1: Anwendungsspezifisches Passwort bei GMX erstellen
Bevor irgendein externes Programm auf deinen GMX-Kalender zugreifen darf, verlangt GMX ein anwendungsspezifisches Passwort. Dein normales GMX-Passwort funktioniert für CalDAV nicht — das ist die mit Abstand häufigste Fehlerquelle beim Einrichten.
So erstellst du es in zwei Minuten:
- Öffne account.gmx.net und melde dich an.
- Gehe zu „Login & Sicherheit”.
- Scrolle zu „Anwendungsspezifische Passwörter” und klicke auf „Anwendungsspezifische Passwörter verwalten”.
- Klicke auf „Neues Anwendungsspezifisches Passwort erstellen”, vergib einen Namen (z. B. „Kalender Sync”) und bestätige mit „Weiter”.
- Kopiere das angezeigte Passwort sofort — GMX zeigt es dir aus Sicherheitsgründen nur ein einziges Mal an.
Der Name des Passworts ist nur eine Gedankenstütze für dich. Praktischer Nebeneffekt: Du kannst das Passwort jederzeit in den GMX-Einstellungen löschen — damit endet der Zugriff des verbundenen Programms sofort, ohne dass du dein Hauptpasswort ändern musst.
Schritt 2: GMX in Kalender Sync verbinden
Mit dem anwendungsspezifischen Passwort in der Zwischenablage geht es weiter im Dashboard:
- Auf app.kalender-sync.de anmelden und „Kalender verbinden” → „GMX” wählen.
- Deine GMX-E-Mail-Adresse eingeben (z. B.
name@gmx.deodername@gmx.net). - Das anwendungsspezifische Passwort einfügen — nicht abtippen, frisch einfügen — und auf „Testen & Verbinden” klicken. Kalender Sync prüft die Verbindung sofort.
Erscheint „Anmeldung fehlgeschlagen”, liegt es fast immer daran, dass doch das normale GMX-Passwort verwendet wurde — oder das anwendungsspezifische Passwort zwischenzeitlich in den GMX-Einstellungen gelöscht wurde. In dem Fall: einfach ein neues erstellen (Schritt 1) und erneut verbinden.
Schritt 3: Google oder Outlook verbinden und Sync einrichten
Jetzt kommt die Gegenseite:
- Google Kalender oder Outlook verbinden — per OAuth-Anmeldung mit deinem Google- bzw. Microsoft-Konto. Kein Add-in, kein Admin nötig.
- Sync-Regel erstellen — GMX → Google, Google → GMX oder beidseitig. Der Zwei-Wege-Sync sorgt dafür, dass Termine und Löschungen in beide Richtungen ankommen.
- Sichtbarkeits-Stufe wählen — dazu gleich mehr.
- Aktivieren. Änderungen im GMX-Kalender werden per CalDAV alle 5 Minuten abgerufen und in den Zielkalender übernommen.
Die bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du im Help Center: GMX verbinden. Details zu den einzelnen Kombinationen stehen auf den Integrations-Seiten, z. B. GMX ↔ Google Kalender und GMX ↔ Outlook — eine Übersicht aller unterstützten Kalender gibt es unter Integrationen.
Du entscheidest, was dein Arbeitskalender sieht
Der wichtigste Unterschied zu einem simplen Kalender-Export: Bei Kalender Sync wählst du pro Sync, wie viel vom Termin im Zielkalender ankommt. Drei Stufen stehen zur Wahl:
- Nur belegt (Standard): Im Arbeitskalender erscheint ein neutraler Blocker — ohne Titel, ohne Details. Dein Team sieht, dass du nicht verfügbar bist, aber nicht warum.
- Titel + Zeit: Der Terminname wird mit übernommen — praktisch, wenn du selbst in beiden Kalendern den Überblick behalten willst.
- Volle Details: Der komplette Termin inklusive Beschreibung und Ort wird synchronisiert.
Für das typische Szenario — privater GMX-Kalender rein in den Arbeitskalender — ist der Standard genau richtig: Der Freitagnachmittags-Arzttermin blockt deinen Google- oder Outlook-Kalender, ohne dass Kolleginnen und Kollegen den Anlass lesen können. Für die Gegenrichtung (Arbeitstermine in den GMX-Kalender) kannst du eine andere Stufe wählen. Jede Sync-Regel hat ihre eigene Einstellung.
Kosten: Was GMX-Sync bei Kalender Sync kostet
GMX läuft bei Kalender Sync über CalDAV und ist ab dem Basic-Plan (4 €/Monat) enthalten — der Free-Plan deckt GMX nicht ab. Du kannst aber 14 Tage lang alle Business-Funktionen kostenlos testen, ohne Kreditkarte — genug Zeit, um den GMX-Sync in Ruhe mit deinem Setup auszuprobieren.
Dafür bekommst du einen Sync, der nicht in den USA gehostet wird: Kalender Sync läuft auf Servern von Hetzner in Nürnberg, DSGVO-konform, mit einem Zugriff, den du über das anwendungsspezifische Passwort jederzeit selbst beenden kannst.
Häufige Fragen
- Warum funktioniert mein normales GMX-Passwort nicht? GMX verlangt für externe Programme (CalDAV) grundsätzlich ein anwendungsspezifisches Passwort. Das erstellst du unter account.gmx.net unter „Login & Sicherheit” → „Anwendungsspezifische Passwörter”. Dein normales Passwort wird von der CalDAV-Schnittstelle abgelehnt.
- Wie schnell werden Änderungen synchronisiert? Kalender Sync ruft deinen GMX-Kalender alle 5 Minuten per CalDAV ab. Ein neuer Termin in GMX steht also spätestens nach wenigen Minuten im Google- oder Outlook-Kalender — und umgekehrt.
- Kann ich den GMX-Kalender auch kostenlos mit Google synchronisieren? Einen nativen, kostenlosen Direkt-Sync zwischen GMX und Google gibt es nicht — Google Kalender kann GMX-Kalender nicht per CalDAV abonnieren. Kostenlos einbinden kannst du GMX nur in CalDAV-fähige Programme wie Apple Kalender oder Thunderbird. Für den Sync zu Google oder Outlook brauchst du bei Kalender Sync den Basic-Plan (4 €/Monat), testbar 14 Tage ohne Kreditkarte.
- Sieht mein Arbeitgeber meine privaten GMX-Termine? Nur wenn du das willst. Standardmäßig überträgt Kalender Sync nur „belegt” — im Arbeitskalender erscheint ein Blocker ohne Titel und Details. Du kannst pro Sync auch „Titel + Zeit” oder volle Details wählen.
- Wie beende ich den Zugriff auf meinen GMX-Kalender? Entferne den Kalender in Kalender Sync — oder lösche das anwendungsspezifische Passwort direkt unter account.gmx.net. Damit endet der Zugriff sofort.
Fazit
Der GMX-Kalender lässt sich per CalDAV problemlos in Apple Kalender oder Thunderbird einbinden — aber für den Sync mit Google Kalender oder Outlook braucht es ein Tool dazwischen. Mit einem anwendungsspezifischen Passwort ist die Verbindung in wenigen Minuten eingerichtet, der Sync läuft danach automatisch alle 5 Minuten in beide Richtungen — und über die Sichtbarkeits-Stufen bestimmst du selbst, wie viel deiner privaten Termine im Arbeitskalender ankommt.
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