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Neu: 18 Monate Voraus-Sync, Präfix im Zielkalender & lückenlose Serientermine

Kalender Sync
Anleitung
Geschrieben von:
Paul Koch
Paul Koch

WEB.DE Kalender synchronisieren

Der WEB.DE-Kalender ist oft der Familien- und Privatkalender — so bringst du ihn per CalDAV mit Outlook und Google Kalender zusammen, ohne private Details preiszugeben.

6 Min. Lesezeit

Der WEB.DE-Kalender: meist der Kalender fürs Leben neben dem Job

Bei vielen Familien in Deutschland ist es der WEB.DE-Kalender, in dem das echte Leben steht: Kita-Schließtage, der Handwerkertermin am Donnerstag, Omas Geburtstag, das Fußballtraining der Kinder. Der Account existiert seit Jahren, alle kennen ihn, er funktioniert.

Das Problem beginnt im Job. Dort läuft der Kalender über Outlook oder Google — und der weiß nichts von dem, was bei WEB.DE steht. Also passiert das Übliche: Ein Kollege legt das Meeting genau auf den Nachmittag, an dem du das Kind vom Training abholen musst. Der Slot sah ja frei aus.

Die Lösung ist nicht, alles doppelt zu pflegen. Die Lösung ist ein Sync — und der geht mit WEB.DE besser, als viele denken. Hier ist der komplette Weg, inklusive der einen Hürde, an der fast alle einmal hängen bleiben.

Warum der WEB.DE-Kalender eine Insel bleibt

WEB.DE stellt seinen Kalender über CalDAV bereit, einen offenen Standard. Das ist eine gute Nachricht — mit einer Einschränkung:

Was ohne Zusatztool geht: CalDAV-fähige Programme können den WEB.DE-Kalender direkt einbinden. Auf dem iPhone oder Mac fügst du WEB.DE als CalDAV-Account im Apple Kalender hinzu; in Thunderbird abonnierst du ihn als Netzwerkkalender. Beides funktioniert nativ und kostenlos.

Was nicht geht: Outlook und Google Kalender können WEB.DE-Kalender nicht per CalDAV abonnieren. Einen direkten Sync zwischen WEB.DE und Outlook oder WEB.DE und Google gibt es ohne Drittanbieter schlicht nicht. Deshalb bleibt der Familienkalender aus Sicht deines Arbeitskalenders unsichtbar — bis ein Dienst dazwischen übersetzt.

Kalender Sync ist genau dieser Übersetzer: Er verbindet sich per CalDAV mit WEB.DE und hält den Kalender per Zwei-Wege-Sync mit Outlook, Google und weiteren Kalendern aktuell — Änderungen werden alle 5 Minuten abgerufen.

Die eine Hürde: das anwendungsspezifische Passwort

Bevor du irgendetwas verbindest, brauchst du eine Sache aus deinen WEB.DE-Einstellungen — und hier scheitern die meisten Einrichtungsversuche: WEB.DE akzeptiert für externe Programme nicht dein normales Passwort. Stattdessen verlangt es ein anwendungsspezifisches Passwort, das nur für diesen einen Zweck gilt.

Das klingt umständlich, ist aber ein Sicherheitsgewinn: Dein Hauptpasswort bleibt bei dir, und du kannst den Kalender-Zugriff jederzeit widerrufen, indem du nur dieses eine Passwort löschst.

So erstellst du es:

  1. Öffne account.web.de und melde dich an.
  2. Gehe zu „Login & Sicherheit” und scrolle zu „Anwendungsspezifische Passwörter”.
  3. Klicke auf „Anwendungsspezifische Passwörter verwalten”„Neues Anwendungsspezifisches Passwort erstellen”.
  4. Vergib einen Namen (z. B. „Kalender Sync”) und bestätige mit „Weiter”.
  5. Kopiere das Passwort sofort in die Zwischenablage — WEB.DE zeigt es dir nur ein einziges Mal an. Ist das Fenster zu, hilft nur: neues Passwort erstellen.

WEB.DE mit Outlook oder Google verbinden — in 3 Schritten

Mit dem Passwort in der Zwischenablage dauert der Rest keine fünf Minuten:

1. WEB.DE verbinden. Im Kalender-Sync-Dashboard auf „Kalender verbinden” → „WEB.DE” klicken, deine WEB.DE-Adresse (z. B. name@web.de) eingeben, das anwendungsspezifische Passwort einfügen und „Testen & Verbinden” wählen. Die Verbindung wird sofort geprüft. Die bebilderte Version dieser Schritte steht im Help Center: WEB.DE verbinden.

2. Die Gegenseite verbinden. Outlook (Microsoft 365) oder Google Kalender per OAuth anmelden — ohne Add-in und ohne IT-Abteilung. Wie die jeweilige Kombination im Detail funktioniert, zeigen die Integrations-Seiten WEB.DE ↔ Outlook und WEB.DE ↔ Google Kalender; alle unterstützten Kalender findest du unter Integrationen.

3. Sync-Regel anlegen und aktivieren. Richtung festlegen (WEB.DE → Outlook, Outlook → WEB.DE oder beidseitig), Sichtbarkeits-Stufe wählen, aktivieren. Ab jetzt gleicht der Sync beide Kalender automatisch alle 5 Minuten ab — neue Termine, Änderungen und Löschungen, in beide Richtungen.

Falls beim Verbinden „Anmeldung fehlgeschlagen” erscheint: In fast allen Fällen wurde versehentlich das normale WEB.DE-Passwort eingegeben. Frisch kopiertes anwendungsspezifisches Passwort einfügen — dann klappt es.

Familientermine ja, Details nein: die Sichtbarkeits-Stufen

Gerade beim Familienkalender ist die entscheidende Frage nicht ob synchronisiert wird, sondern wie viel. Der Kinderarzttermin soll deinen Outlook-Kalender blocken — aber er geht deine Kolleginnen und Kollegen nichts an.

Deshalb wählst du bei Kalender Sync pro Sync eine von drei Stufen:

StufeWas im Zielkalender ankommtTypischer Einsatz
Nur belegt (Standard)Neutraler Blocker ohne TitelWEB.DE-Privattermine → Arbeitskalender
Titel + ZeitTerminname und ZeitraumJob-Termine → eigener WEB.DE-Kalender
Volle DetailsKompletter Termin inkl. BeschreibungZwei eigene Kalender, die du beide voll nutzt

Das Standard-Setup für den Familien-Fall: WEB.DE → Outlook mit „nur belegt” (das Büro sieht nur, dass du weg bist) und Outlook → WEB.DE mit „Titel + Zeit” (zu Hause siehst du, welches Meeting bis wann geht). Jede Richtung hat ihre eigene Einstellung — du entscheidest.

Was kostet das — und wo liegen die Daten?

WEB.DE läuft über CalDAV und ist ab dem Basic-Plan für 4 €/Monat dabei; der Free-Plan deckt WEB.DE nicht ab. Zum Ausprobieren gibt es 14 Tage Business-Testphase ohne Kreditkarte — du kannst den kompletten Familien-Sync also erst in Ruhe testen.

Zum Thema Vertrauen: Kalender Sync wird auf Servern von Hetzner in Nürnberg betrieben und ist DSGVO-konform. Deine Termine wandern also nicht über US-Server — und über das anwendungsspezifische Passwort behältst du den Aus-Schalter selbst in der Hand: In den WEB.DE-Einstellungen gelöscht, endet der Zugriff sofort.

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Häufige Fragen

  • Kann ich den WEB.DE-Kalender direkt in Outlook einbinden? Nein. Outlook unterstützt kein CalDAV-Abo von WEB.DE — es gibt keinen nativen Weg, den WEB.DE-Kalender direkt in Outlook anzuzeigen. Der Sync läuft über einen Dienst wie Kalender Sync, der per CalDAV auf WEB.DE zugreift und die Termine in Outlook spiegelt.
  • Ist der Sync mit dem WEB.DE-Kalender einseitig oder beidseitig? Beidseitig, wenn du es so einstellst. Kalender Sync unterstützt Zwei-Wege-Sync: Termine, Änderungen und Löschungen kommen in beiden Richtungen an. Du kannst pro Regel aber auch bewusst nur eine Richtung wählen.
  • Warum wird mein WEB.DE-Passwort abgelehnt? Weil WEB.DE für externe Programme ein anwendungsspezifisches Passwort verlangt. Du erstellst es in den WEB.DE-Einstellungen unter „Login & Sicherheit” → „Anwendungsspezifische Passwörter” — und nur dieses Passwort funktioniert für die CalDAV-Verbindung.
  • Wie aktuell ist der synchronisierte Kalender? Kalender Sync ruft den WEB.DE-Kalender alle 5 Minuten ab. Ein neuer Eintrag im Familienkalender blockt deinen Arbeitskalender also spätestens nach wenigen Minuten.
  • Sehen meine Kollegen, was in meinem WEB.DE-Kalender steht? Nur, wenn du es so einstellst. In der Standard-Stufe „nur belegt” erscheint im Arbeitskalender ein Blocker ohne Titel und ohne Details. Mehr Sichtbarkeit („Titel + Zeit” oder volle Details) wählst du bewusst pro Sync.

Fazit

Der WEB.DE-Kalender muss keine Insel bleiben. In Apple Kalender und Thunderbird kommst du per CalDAV nativ rein; für Outlook und Google braucht es einen Dienst dazwischen — und der ist mit anwendungsspezifischem Passwort in wenigen Minuten eingerichtet. Danach laufen Familien- und Job-Termine automatisch zusammen, ohne dass private Details im Büro landen.

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