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Neu: Verbinde Claude & ChatGPT mit deinen Kalendern – der KI-Assistent ist da

Kalender Sync
KI
Geschrieben von:
Julius Hasenzahl
Paul Koch

Claude mit Kalender verbinden

So verbindest du Claude mit all deinen Kalendern: ein Connector für Google, Outlook, iCloud und Co., drei Detailstufen pro Kalender, Termine anlegen auf Zuruf. Ohne Google-Cloud-Projekt, ohne Gefrickel.

6 Min. Lesezeit

„Bin ich Donnerstag um 14 Uhr frei?” ist genau die Art Frage, für die man einen Assistenten haben will. Claude kann sie beantworten, aber nur, wenn er deine Kalender kennt. Und zwar alle: den Arbeitskalender in Outlook, den privaten bei Google, vielleicht noch den Familienkalender bei iCloud. Wer nur einen davon anbindet, bekommt Antworten, die auf halbem Wissen beruhen. Das ist schlimmer als gar keine Antwort, weil sie sich verlässlich anfühlt.

In dieser Anleitung verbinden wir Claude in etwa fünf Minuten mit all deinen Kalendern gleichzeitig. Ohne dass du ein Google-Cloud-Projekt anlegen, JSON-Dateien editieren oder für jeden Anbieter einen eigenen Connector pflegen musst.

Die drei Wege im Überblick

Es gibt aktuell drei sinnvolle Wege, Claude an Kalender anzubinden:

  1. Die offiziellen Anthropic-Connectors für Google Calendar und Outlook. Schnell eingerichtet, aber pro Anbieter ein eigener Connector, und du gibst jeweils das komplette Konto frei. Wer Google und Outlook und iCloud nutzt, verbindet drei Dienste einzeln, und iCloud gibt es offiziell gar nicht.
  2. Ein selbst gehosteter MCP-Server (z. B. die Open-Source-Projekte für Google Calendar auf GitHub). Maximale Kontrolle, aber du brauchst ein eigenes OAuth-Projekt in der Google Cloud Console, API-Keys, und bei jedem Anbieter geht das Spiel von vorn los. In Foren liest man regelmäßig von Nachmittagen, die dabei draufgehen.
  3. Ein gehosteter Multi-Kalender-Connector wie unser KI-Assistent: ein einziger Connector, dahinter alle deine Kalender (Google, Outlook, iCloud, GMX, WEB.DE, mailbox.org, KSuite und iCal-Feeds). Du legst pro Kalender fest, was Claude sehen darf, und kannst den Zugang mit einem Klick widerrufen.

Der Rest dieser Anleitung beschreibt Weg 3, weil er der einzige ist, der das eigentliche Problem löst: Deine Verfügbarkeit steht nicht in einem Kalender, sondern in der Summe aller.

Voraussetzungen

  • Ein Kalender Sync-Konto mit deinen verbundenen Kalendern. Verfügbarkeit lesen geht in jedem Tarif, auch im kostenlosen.
  • Claude im Browser oder als Desktop-App. Eigene Connectors setzen bei Anthropic einen bezahlten Claude-Plan voraus.
  • Fünf Minuten. Ehrlich gerechnet, inklusive Nachdenken darüber, welche Kalender du freigeben willst.

Schritt 1: Kalender auswählen

Öffne in Kalender Sync den Bereich KI-Assistent und klicke auf Assistent verbinden. Hier wählst du aus, welche Kalender Claude überhaupt sehen darf. Das ist der wichtigste Schritt der ganzen Einrichtung, deshalb ein kurzer Zwischenruf:

Nicht freigegebene Kalender existieren für Claude schlicht nicht. Sie tauchen in keiner Antwort auf, auch nicht als „da ist noch etwas, das ich nicht sehen darf”. Wenn du also einen Kalender hast, der die KI nichts angeht (viele Menschen haben so einen), lässt du ihn einfach weg und musst nie wieder darüber nachdenken.

Schritt 2: In Claude öffnen

Klicke auf „In Claude öffnen”. Du landest direkt bei Claude im Dialog „Connector hinzufügen”, die Server-Adresse ist bereits vorausgefüllt. Bestätigen, fertig. Kein Kopieren von URLs, keine Client-IDs.

Falls du den Connector lieber manuell anlegst: In Claude unter Einstellungen → Connectors → Eigenen Connector hinzufügen die Adresse https://app.kalender-sync.de/mcp eintragen.

Schritt 3: Freigabe bestätigen

Claude schickt dich zurück zu Kalender Sync auf den Zustimmungs-Bildschirm. Erst hier entsteht der Zugang, und hier stellst du für jeden freigegebenen Kalender die Detailtiefe ein:

StufeClaude sieht …
Nur „Geblockt”dass ein Zeitraum belegt ist. Kein Titel, kein Ort.
Titel und Zeitzusätzlich den Termintitel.
Alle Detailszusätzlich Beschreibung und Ort.

Im Zweifel: „Nur Geblockt”. Für die Frage „bin ich frei?” reicht das vollkommen, und Claude erfährt nicht, dass der Blocker am Dienstag „Therapie” heißt. Du kannst die Stufe jederzeit ändern, es ist also keine Entscheidung fürs Leben.

Ein Detail, das uns wichtig war: Teilnehmer, Anhänge und Links deiner Termine werden nie übertragen, auch nicht auf der Stufe „Alle Details”.

Was du Claude jetzt fragen kannst

Ab jetzt beantwortet Claude Verfügbarkeitsfragen über alle freigegebenen Kalender hinweg, und zwar live beim jeweiligen Anbieter gelesen, nicht aus einer Kopie:

  • „Bin ich Donnerstag um 14 Uhr frei?”
  • „Wo habe ich diese Woche zwei Stunden am Stück für Deep Work?”
  • „Schlag mir drei Slots für ein Kundengespräch nächste Woche vor, vormittags.”
  • „Wie voll ist mein Freitag, grob?”

Das klingt banal, verändert aber die Terminfindung per E-Mail komplett: Statt zwischen Mail-Programm und drei Kalender-Tabs zu wechseln, diktierst du Claude die Anfrage und bekommst Vorschläge, die wirklich frei sind. In allen Kalendern.

Termine anlegen lassen (ab Basic)

Ab dem Basic-Tarif kannst du pro Kalender zusätzlich den Schreibzugriff aktivieren. Dann trägt Claude auf Zuruf Termine ein: „Leg mir Dienstag 10 bis 11 Uhr einen Termin mit Sarah rein.”

Die Grenze dabei ist hart und technisch, nicht nur eine Richtlinie: Claude kann ausschließlich Termine ändern oder löschen, die er selbst angelegt hat. Deine bestehenden Termine sind für den Schreibzugriff gar nicht adressierbar. Es gibt also kein Szenario, in dem ein missverstandener Prompt dir den Kalender leerräumt. Das war für uns die Bedingung, überhaupt Schreibzugriff anzubieten.

Zwei Verhaltensweisen solltest du kennen: Überschneidet sich ein neuer Termin mit einem bestehenden, wird er trotzdem angelegt, aber Claude bekommt die Überschneidung als Warnung zurück und sagt dir Bescheid. Und der Schreib-Schalter ist standardmäßig aus; du aktivierst ihn bewusst pro Kalender.

Kontrolle behalten: Widerruf und Protokoll

  • Widerruf: Unter KI-Assistent ein Klick auf „Widerrufen”, sofort wirksam. Es gibt zusätzlich einen Not-Aus, der alle Zugänge auf einmal kappt. Wichtig: Den Connector nur in Claude zu löschen trennt ihn dort lokal; der maßgebliche Widerruf ist der bei Kalender Sync.
  • Protokoll: Jede Abfrage wird protokolliert. Festgehalten wird, dass und was abgefragt wurde, nie der Inhalt deiner Termine. Ab Business exportierst du das Protokoll als CSV, etwa für die IT-Abteilung.
  • Auto-Ablauf: Wird ein Zugang längere Zeit nicht genutzt, läuft er von selbst ab.

Bonus: Claude Code im Terminal

Wenn du Claude Code nutzt, geht das Ganze mit einem Befehl:

claude mcp add --transport http kalender-sync https://app.kalender-sync.de/mcp

Danach in Claude Code /mcp tippen, kalender-sync wählen, Authenticate, und dieselbe Freigabe wie oben bestätigen. Ab dann kannst du mitten im Coden fragen, ob der Nachmittag noch einen Fokus-Block hergibt. Der ausführliche Guide mit Scope-Tipps und Dev-Workflows steht in einem eigenen Artikel.

Häufige Fragen

Braucht Claude mein Kalender-Passwort? Nein. Die Verbindung läuft über OAuth: Du meldest dich bei Kalender Sync an und bestätigst die Freigabe dort. Claude bekommt nie Zugangsdaten zu deinen Kalender-Konten.

Funktioniert das mit iCloud? Ja, und das ist tatsächlich einer der häufigsten Gründe, warum Leute bei uns landen: Für iCloud gibt es keinen offiziellen Claude-Connector. Bei uns ist iCloud ab dem Basic-Tarif dabei, genau wie GMX, WEB.DE und mailbox.org.

Und die DSGVO? Kalender Sync läuft auf Servern in Deutschland, das Zugriffsprotokoll speichert keine Termininhalte, und ab Business gibt es den AVV inklusive. Details stehen auf der Produktseite.

Was kostet das? Verfügbarkeit lesen geht in jedem Tarif, auch kostenlos. Termine anlegen ab Basic (4 € im Monat). Die komplette Übersicht steht auf der Preisseite.


Noch kein Konto? Kostenlos registrieren, Kalender verbinden, Claude anbinden. Wenn du vorher wissen willst, was MCP eigentlich ist: Hier erklären wir es ohne Buzzwords.

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